Kleine Führung durch die Herrlichkeit Lage

    

Die Burgruine 

Von der ehemaligen Burg ist nur noch eine von Efeu überwucherte Ruine erhalten. Die immer wieder um- und aufgebaute Anlage erhielt 1592 ihre letzte Form.

Der Bau war quadratisch angelegt, je etwa 30 m lang und breit. Ein Turm, eine Kasematte (ein schusssicherer Bau zur Aufbewahrung des Pulvers) und mehrere Fachwerkgebäude wurden von einer 15 m hohen und bis zu 2 ½ m dicken Mauer umschlossen, die an den vier Ecken zu Bastionen ausgebaut war. Außen verlief der Burggraben, die Timmergräfte, der Zugang befand sich an der Nordseite.

Bild: Dirk Nyhoff, Gölenkamp

Im Twickelschen Archiv in Delden befindet sich ein Ölbild, das die ehemalige Burg darstellt. Die Zeichnung am Rundweg ist nach diesem Gemälde gestaltet. Es ist allerdings fraglich, ab das Bild den tatsächlichen Zustand oder aber eine idealisierte Darstellung zeigt.

Der Ursprung der Lager Burg liegt möglicherweise in einem Meierhof am Südrand des Waldes. Er wird in historischen Urkunden mehrfach erwähnt. Die Hofstelle, von der heute nichts mehr zu sehen ist, war in Lage lange als „Meiers Husstee“ bekannt. Die Bezeichnung „Lage“ ist erstmals 1183 nachweisbar. In einer Urkunde wird ein Herimannus von Lage als Domherr des Bischofs von Münster genannt. Schon in 14. Jahrhundert soll eine Burg von Soldaten des Bischofs von Münster zerstört worden sein. Die letzte Burg wurde im Juli 1626, also in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, von niederländischen Truppen gesprengt und nicht wieder aufgebaut.