Gemeinde Lage überträgt ihre Grundstücksgeschäfte an die GGB Die Erschließung und Vermarktung des Baugebiets "Westlicher Baukamp II" und des angrenzenden Gewerbegebiets wird von der Grafschafter Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft (GGB) übernommen. Die Gemeinde hofft, so ihr strukturelles Defizit bis zu 10 Jahre lang ausgleichen zu können. Die Gemeinde Lage finanziert ihren Haushalt in einem hohen Maße durch den Verkauf von Grundstücken. Über Einnahmen aus der Gewerbesteuer verfügt Lage kaum. Da dennoch laufende Ausgaben zu bestreiten sind, zum Beispiel durch den Unterhalt des Kindergartens, beträgt derzeit das jährliche Defizit etwa 60.000 € im Jahr. Die Grafschafter Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft (GGB), die sich im Besitz des Landkreises befindet, hat nun angeboten, alle erschlossenen und noch nicht erschlossenen Baugrundstücke sowie die Vorratsflächen zu kaufen und weiter zu vermarkten. Der Vertrag wurde im März 2009 unterzeichnet. Bürgermeisterin Henni Nyhuis hofft, durch diesen Verkauf das jährliche Defizit etwas 10 Jahre lang ausgleichen zu können. Die GGB übernimmt insgesamt 37 Bauplätze in einer Größe von 614 bis 827 Quadratmetern. Davon sollen pro Jahr maximal 5 Grundstücke verkauft werden. Nach dem Verkauf müssen die Grundstücke innerhalb von 2 Jahren bebaut werden. Bis zum 30. September 2009 gilt der alte Grundsatz, nur an Personen zu verkaufen, die in Lage geboren sind, hier wohnen oder arbeiten. Danach können in einem abgestuften Verfahren auch Käufer aus der Samtgemeinde Neuenhaus, dem Landkreis und schließlich ohne Einschränkungen berücksichtigt werden. Die GGB hat die Berücksichtigung dieser Grundsätze der Lager Siedlungspolitik zugesichert. Die Grundstücke werden bis Ende 2009 zu einem Preis von 52 € angeboten. In Lage hofft man, dass die GGB auch ansiedlungswillige Gewerbebetriebe als Käufer findet, damit künftig auch Einnahmen aus Gewerbesteuer in den Gemeindesäckel fließen. Dieser Schritt der Gemeinde Lage hat auch Auswirkungen auf die Bildung einer Einheitsgemeinde Neuenhaus. Da Lage auf absehbare Zeit seine Finanzprobleme nun selbständig gelöst hat, kann sich die Samtgemeinde mit der Entscheidung über die Bildung einer Einheitsgemeinde mehr Zeit lassen. Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 4. April 2009 |