Altbürgermeister Jan Kemper gestorben Anfang Dezember starb Jan Kemper, langjähriger Bürgermeister von Lage und Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Neuenhaus. Er wurde 87 Jahre alt. Jan Kemper wurde 1917 in Brecklenkamp geboren, als Kind erlebte er die Jahre der Inflation und der Weltwirtschaftskrise. Während des Dritten Reiches war er im Reichsarbeitsdienst und in der Wehrmacht dienstverpflichtet. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft fand er ein Anstellung bei der Post im Zustelldienst. 1952 wählten ihn die Lager Bürger erstmals in den Gemeinderat. Als Nachfolger des tödlich verunglückten Bürgermeisters Heinrich van der Kamp wurde er 1964 zum Bürgermeister der Gemeinde Lage gewählt. Dieses Amt übte er bis 1986 aus. Von 1974 bis 1991 war er gleichzeitig Samtgemeindebürgermeister der neu gebildeten Samtgemeinde Neuenhaus. Er leitete die Sitzungen des Samtgemeinderates und des Samtgemeindeausschusses. Außerdem war er Mitglied im Feuerschutzausschuss. Von 1976 bis 1991 gehörte er der Verbandsversammlung und dem Verbandsausschuss des Wasserbeschaffungsverbandes Neuenhaus sowie den gleichlautenden Gremien der Musikschule Niedergrafschaft an. Der Gemeinderat Lage ernannte ihn 1986 zum Ehrenbürger und Ehrenbürgermeister, der Samtgemeinderat verlieh ihm 1992 den Titel des Ehrensamtgemeindebürgermeisters. 1988 erhielt Jan Kemper das Bundesverdienstkreuz. Jan Kemper war fast 40 Jahre kommunalpolitisch engagiert. Wegbegleiter aus dieser Zeit lobten seinen Sachverstand, seine Erfahrung und seine Fähigkeit zum Ausgleich. Auch in seinen letzten Lebensjahren verfolgte er die öffentlichen Dinge mit Interesse. Als Zuschauer nahm er weiterhin an vielen Sitzungen teil. Bis wenige Monate vor seinem Tod führte er Besucher durch die Wassermühle und zu den historischen Gebäuden von Lage. Seine Mitbürger behielten ihn als Mann in Erinnerung, "den in Lage jeder kannte und der jeden kannte". Bürgermeister Henni Nyhuis erinnert sich: "Sein Gedächtnis für Namen und Daten war einfach beeindruckend". Als Briefträger besuchte er fast täglich jeden Haushalt, und wenn man ihn darum bat, dann machte er auch kleine Besorgungen. Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 7. Dezember 2004 |